Was ist Demokratie?

Der Begriff Demokratie wurde von den alten Griechen geprägt und setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern Dimos=Volk und Kratia=Herrschaft. Bei den Griechen regierte in der Antike das Volk direkt, wobei der Begriff des Volkes damals nicht mit unserem Begriff des Volkes heute übereinstimmt. In der griechischen Antike durften sich nämlich nur gebildete Männer an den politischen Entscheidungen des Staates beteiligen. Heute darf das in unserer modernen Gesellschaft jeder, der das 16. beziehungsweise das 18. Lebensjahr vollendet hat. Man spricht hier von einem pluralistischen Volksbegriff. Die deutsche Demokratie ist im Grundgesetzt heute fest verankert.

Wenn ein Staat demokratisch sein will, müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein. Das Volk muss regelmäßig in unabhängiger und freier Art und Weise Entscheidungen durch Wahlen treffen können. Ganz klar abzugrenzen sind hier, die oftmals in Diktaturen durchgeführten Scheinwahlen, die einen politischen Machthaber nur bestätigen müssen. Die Entscheidungen, die das Volk in einer echten Demokratie trifft, gelten für einen ganz bestimmten festgelegten Bereich, das Staatsgebiet. In einer Demokratie gibt es festgelegte politische Normen und Prozesse zur Entscheidungsfindung.

Um eine funktionierende Demokratie zu gewährleisten muss ein Staat außerdem souverän sein und nicht in Abhängigkeit eines anderen Staates und eine übergeordneten Regierung stehen. In einer Demokratie ist es immer möglich, dass die Regierung wechseln kann, ohne dass es eine Revolution geben muss. Sie garantiert Grundrechte einzelner Menschen und funktioniert durch Gewaltenteilung. Die Gewaltenteilung und gegenseitige Kontrolle der Exekutiven (die Regierung), der Legislativen (das Parlament) und der Judikativen (Gerichte) sind eindeutige Merkmale einer Demokratie. Des Weiteren herrscht Presse- und Meinungsfreiheit.